Ballweg Herzmeditation

Hohe Energie, ohne Aggression – Berlin war gigantisch

Dieters Eindrücke aus Berlin

Mein Eindruck von der Demo: Es war gigantisch. Eine so konstant hohe Energie, ohne Aggression, habe ich noch auf keiner Versammlung erlebt. Ich habe nach Stunden auf den Beinen, bei 30 Grad im Schatten, keinerlei Anstrengung gespürt.

Als wir, meine Frau und ich, gefühlt um ca. 15:30 Uhr nach 4,5 h an der Straße des 17. Juni angekommen sind, war diese abgeriegelt. Die Polizei sagte uns, der Aufzug sei bereits nach 2 km verboten worden, und die Kundgebung werde aufgelöst. Es ging nur noch darum, ob der Veranstalter dies selbst tue oder die Polizei. Wir kamen dann über einen Schleichweg durch den Tiergarten doch noch ans Ziel, just zu der Zeit, als Michael Ballweg seine Rede hielt. Das war ein erhebender und erlösender Moment, als wir durch die Bäume seine Stimme hörten, denn wir wussten im Grunde gar nicht genau, wo wir sind, wollten aber unbedingt auf den 17. Juni. Deshalb waren wir ja gekommen.

Herz-Meditation

Für mich ist der wichtigste Moment des Tages der, als Michael Ballweg eine Herz-Meditation für den Frieden angeleitet hat. Hunderttausende, die zur selben Zeit in ihr Herz gehen – „mit der Hand auf dem Herzen senden wir Liebe und den Wunsch nach Frieden und Freiheit“. Magisch.

Danach ging alles gefühlt sehr schnell. Das letzte, was ich bewusst wahrgenommen habe von der Bühne, waren die Worte von Markus Haintz, offenbar an die Polizei gerichtet, „ich fordere sie hiermit auf, von ihrem Widerstands-Recht Gebrauch zu machen“. Ich hatte direkt das Gefühl, dass etwas Historisches geschieht. Die Polizei beendet eine Versammlung in Deutschland, zu der 1 Millionen Menschen gekommen waren. Unglaublich. Danach war Stille.
Bei den Teilnehmern herrschte Ratlosigkeit. Als dann T. Schulte mit Megaphon durch den 17. Juni lief und aufforderte, zum Reichstag zu gehen, gingen wir mit, stoppten allerdings, als es unterwegs hieß, die Polizei habe diesen vollständig abgeriegelt, und gingen zurück, als Ordner von Querdenken sowie Markus Haintz dazu aufriefen, zurück zum 17. Juni zu kommen. Das Motto war, „wir lassen uns nicht spalten“. Ich weiß nicht, was am Reichstag war, habe aber gehört, dass es dort eine eigene Veranstaltung einer politischen Gruppierung mit aus meiner Sicht sehr fragwürdigem Geschichtsverständnis gegeben hat, mit der ich nicht identifiziert werden wollte.

Wir blieben dann bis 20:00 Uhr ganz in der Nähe der Bühne am 17. Juni, folgten noch einigen Reden, die über Megaphon gehalten wurden, und sind dann gegangen, mit dem Gefühl, etwas Denkwürdiges erlebt zu haben und noch etwas feiern zu wollen (das war auf dem 17. Juni schlecht möglich auf Dauer, da es noch nicht mal Wasser gab, geschweige denn etwas für den Tag Angemesseneres).

Am nächsten Tag waren wir dann bei den Versammlungen am Brandenburger Tor und am Mauerpark, was geholfen hat, um die ganze Erfahrung runder zu machen. Es fühlte sich zuvor schon etwas „unvollendet“ an.

Wie ist meine Bewertung?

Hervorheben möchte ich, dass es eine Veranstaltung war von Bürgern, die auf eigene Initiative und Kosten, entgegen unermesslichem Druck von allen Seiten nach Berlin gekommen waren. Alles, die gesamte Organisation, wurde von Bürgern geleistet, ehrenamtlich und auf eigene Kosten oder spendenfinanziert. Keine Organisation oder Partei, die etwas übernommen hat. Allein dass so etwas Großes auf diese Weise möglich wurde, grenzt an ein Wunder.

Hervorheben möchte ich auch Michael Ballweg und sein Team. Die Veranstaltung ist ohne ihn und sein Team nicht denkbar. Er wirkt in allem, was er tut, absolut vertrauens- und glaubwürdig, absolut aufrichtig und verlässlich. DAS ist in meinen Augen der Grund, weshalb so viele gekommen sind. Von ihm geht eine unglaubliche Integrationskraft aus, und er ist mit seinen Visionen der Zeit, aber auch der Bewegung, voraus. Er läuft sozusagen mit der Fackel voraus, wie es eine Frau in einem Brief sehr schön formuliert hat. Zu sehen in diesem Video (an der Stelle 3:45-7:45). Das Besondere an MB ist, dass man bei ihm spürt, dass es nicht um seine Person geht. Das Persönliche tritt bei ihm vollständig zurück. Auch wenn er sachlich ganz klar ist, hat man nie den Eindruck, dass es um ihn geht. Und wenn er Forderungen stellt (Ende der Maßnahmen, Abdankung der Regierung, Neuwahlen), wie am Ende seiner Rede am Samstag, spürt man keinerlei Aggression. Diese Präsenz öffnet Türen, auch bei Behörden und der Polizei, und ich gehe so weit zu sagen, dass die Tatsache, dass bei der Demo am Samstag so etwas wie eine Versammlung auf dem 17. Juni und sogar eine kleine Kundgebung mit Reden möglich waren, darauf zurück geht. Tatsächlich hat sich die Polizei ca. 5 h Zeit gelassen ab dem Verbot von Aufzug und Kundgebung, bis schließlich aufgelöst wurde, und selbst das stand noch auf der Kippe, wie man in Videos sehen kann. (Und es ist bekannt, dass für Fr. Esken von der SPD die Polizei die Versammlung viel zu spät aufgelöst hat. Warum nur?)

Berlin invites Europe – Ein Fest für Frieden und Freiheit

Ich bin von daher sehr froh, dass MB nun sehr kurzfristig bereits eine Nachfolge-Veranstaltung angekündigt hat, am 29. Aug. in Berlin. Das Motto finde ich auch super, „Berlin invites Europe – Ein Fest für Frieden und Freiheit“. Ich glaube, nach dem Erfolg von Samstag haben wir es leichter, andere zu überzeugen. Alle wissen jetzt, dass wir viele sind. Das wird viele ermutigen, beim nächsten Mal dabei zu sein. Ich habe auch keine Befürchtungen mehr, dass das Imperium Wege findet, die nächste Demo zu vereiteln. Es wird Versuche geben, aber um uns aufzuhalten, dazu sind wir bereits zu viele. Und krumme Aktionen des Imperiums werden nun bereits von zu vielen durchschaut. Dazu trägt auch die irre Berichterstattung zur Demo am Samstag (17 000 Teilnehmer lt. ARD!) bei. Ich glaube, dass es mehr Widerstand von Seiten der Obrigkeit geben wird in Zukunft und dass die Demo am Samstag nur in der Form möglich war, weil niemand mit so vielen Menschen gerechnet hat, auch die Veranstalter nicht. Wir, meine Frau und ich, waren eine Woche zuvor noch bei der zentralen Veranstaltung von Querdenken in Crailsheim, und dort waren, obwohl eigentlich alle bekannten Personen von QD dort waren, „nur“ ca. 300 Menschen. Von daher und ausgehend von den Teilnehmerzahlen bei den regionalen Veranstaltungen hatte ich auf höchstens 50 000 hochgerechnet. Und plötzlich waren da 1 Million Menschen da, die alle für dieselbe Sache unterwegs waren. Das war unglaublich erhebend.
Ich glaube, der gemeinsame Nenner ist: Wir wollen ein besseres Leben als das, in das uns die Regierungen hineinzwängen wollen und das geprägt ist von Unfreiheit, Zwängen und Angst.

Zum Abschluss noch zwei Zitate von Michael Ballweg aus seiner Rede am Samstag:
„Ich stehe heute hier, weil mir die Welt, wie sie mir von der Bundesregierung präsentiert wird, nicht gefällt.“
„Wenn wir uns vereinen, entsteht eine Kraft, die unaufhaltsam ist.“

Dieter

2 Kommentare

  1. Hallo Dieter! (und Frau)
    Martin hier. Wir hatten ja die Freude, uns kennenzulernen, da wir uns am Tag nach der Demo im gleichen Hotel (Frühstück) ansprachen.
    Es scheint wirklich, dass jeder irgendwie unermüdlich am ackern ist, damit dieses geschichtsträchtige Ereignis weitergeht!!
    Du hast hier einen Text verfasst, den ich nur unterschreiben kann. Schon oft habe ich von dem Herz-Moment bei Freunden erzählt oder geschrieben. Leider verfielen die meisten in einen shitstorm, da sie hirngewaschen den Massenmedien glauben.
    Aber ich denke, man findet neue Freunde!
    Lieber Gruß
    Martin

  2. Am 25.08.2020 um 16:11 Uhr hat hier eine „Anna“ (wahrscheinlich falscher Name) mit einer ungültigen email-Adresse (whatever@spieltkeinerolle.de) einen beleidigenden Kommentar geschrieben. Ich habe lange überlegt, und mir weitere Meinungen eingeholt, ob ich diesen Kommentar freischalten soll. Der unsachliche Ton und die Beleidigungen gegen den Autor dieses Beitrages haben schließlich den Ausschlag gegeben, den anonymen Kommentar nicht freizugeben. Ich lade Dich aber herzlich dazu ein, Deine Argumente noch mal sachlich, respektvoll und ohne Beleidigungen hier auszuformulieren (auch anonym).

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