Hetzkampagne gegen bulgarischen Arzt und Corona-Impfkritiker

Titelbild: Designed by Cornecoba / Freepik (modifiziert)
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Gesellschaftliches Klima

Bulgarien gilt als eines der Länder, in denen es trotz aller Anstrengungen den bekannten Protagonisten einer globalen Gehorsamkeits-Agenda, u.a. der EU, bisher nur sehr rudimentär gelungen ist, ihr Narrativ von der Notwendigkeit einer Corona-”Impfung” für alle in die Köpfe der Menschen zu dübeln. Unabhängig von den offiziellen Gesetzen und Regelungen wird dem angeblichen Game-Changer bei der Mehrheit der Bulgaren eine gesunde Skepsis entgegengebracht, ebenso den medialen Heilsverkündern und Panikmachern. Dabei ähneln z.B. die im Fernsehen gezeigten Talkshows und “Expertenrunden” zumindest in einem durchaus dem Bild, welches die Medien bei uns von Beginn der Corona-Krise an abgeben, nämlich in der kompletten Einseitigkeit der Auswahl der “Kontrahenten”, allesamt Corona-gläubig und strikte Impf-Befürworter. Immerhin gibt es – bei uns mittlerweile fast undenkbar – z.B. in den Nachrichtensendungen durchaus mitunter ausgewogene Berichte, in denen auch Impfkritiker ohne Framing zu Wort kommen. Relativ ausführlich wurde beispielsweise die große Demonstration vom 12.01.2022 vor dem Parlament in Sofia gezeigt. Aber den Himmel der Meinungsvielfalt verfinstern immer mehr dunkle Wolken. So haben nun auch in Bulgarien die selbsternannten “Faktenchecker” Einzug gehalten, mit der bekannten eliten- und vor allem pharmahörigen Grundhaltung und entsprechendem Sendungsbewusstsein. Hinter der Webseite factcheck.bg steht eine ominöse “Vereinigung europäischer Journalisten in Bulgarien”.

Soweit die einführenden Worte…

Anklage gegen kritischen Arzt

Zur Illustrierung dessen, in welcher Richtung das politische und gesellschaftliche Klima auch in Bulgarien gedrückt werden soll, berichten wir nun also über die Diskreditierungskampagne gegen einen Arzt, der in
Bulgarien wohl eine der bekanntesten Stimmen der Corona-Opposition darstellt. Es ist der Leiter der COVID-Station am Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Sofia, Dozent Dr. Atanas Mangyrov, Facharzt für Pädiatrie und Infektiologie.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich ihn im Rahmen meiner Bulgarien-Reise vor Kurzem persönlich kennenlernen durfte, und zwar als Patient: Ich habe ihn als ausgesprochen zugewandt, kompetent und hilfreich erlebt.

Inzwischen war zu erfahren, dass die bulgarische Ärztekammer (BMA) im Dezember 2021 eine Untersuchung gegen ihn wegen angeblicher Lügen und Datenmanipulation eingeleitet hat. Diese massiven Vorwürfe wurden durch Verantwortliche am Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Sofia (Kliniksleiterin: Tatyana Tschervenyakova) und des Krankenhauses Tokuda, ebenfalls in Sofia, erhoben. Anzeigeführer ist der in dieser Sache seit Anfang November rührige Dr. Petar Petrov (Fachgebiet Biochemie), der sich gleichzeitig als Scharfmacher in der Angelegenheit gebärdet. So fordert er von der Zentralen Ethikkommission, gegen seinen Kollegen die Höchststrafe zu verhängen: Dies entspricht der Zahlung von fünf Monatsgehältern, auch der mehrmonatige Ausschluss von ärztlicher Berufsausübung ist möglich.

Die Kampagne

Einher geht diese Strafandrohung mit einer öffentlichen Hetzkampagne. Dabei werden die ursprünglichen Vorwürfe in den Medien mit völlig anderen nicht verifizierbaren Anschuldigungen vermischt; so werden einige anonym transportierte Fälle von unzufriedenen bzw. angeblich unzureichend behandelten Patienten ins Spiel gebracht. Zusätzlich benutzt man eine “Konfrontation” mit kritiklos übernommenen Fall- bzw. Todeszahlen, die – wir können bei uns in Deutschland ein Lied davon singen – propagandistisch für die ungeheure Gefährlichkeit der Seuche ins Feld geführt werden.

Vorgeworfen wird dem erfahrenen Facharzt, unärztlich gehandelt und die öffentliche Gesundheit gefährdet zu haben – er habe der Verpflichtung, die öffentliche Hygiene und eine gesunde Lebensweise zu fördern, zuwidergehandelt, außerdem gegen die Ehre und Würde des Arztberufes verstoßen, indem er nicht im Interesse von Gesundheit und Leben der Patienten gehandelt habe. Neben Facebook und Factcheck sind gewöhnliche Medien an der Schmierenkampagne beteiligt, so z.B. vesti.bg

Ursprünglich gelangte die Auseinandersetzung durch einen auf Facebook ausgetragenen Streit zwischen Dr. Mangyrov und den beiden erwähnten Kliniken an die Öffentlichkeit. Dabei ging es darum, ob es – wie von Mangyrov behauptet – in einer der o.g. Krankenhäuser zu Todesfällen von Corona-Geimpften gekommen sei, was von Kliniks-Verantwortlichen vehement bestritten wird.

Dr. Mangyrovs Positionen

Der eigentliche Grund für die Anklage gegen den Facharzt dürfte allerdings in seiner grundsätzlichen Haltung der Corona-Politik gegenüber liegen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass es für Dr. Mangyrov keineswegs das erste Mal ist, dass er mit der Ärztekammer aneinandergeraten ist. Hieran erinnerte er selbst in einem Interview, das er dem Fernsehsender „7/8“ gegeben hat.

Mangyrovs Positionen, aufgrund derer sich Petrov zur Anzeige im November entschlossen hatte, sind mit folgenden Kernpunkten zu beschreiben:

  • Die sog. Impfungen zeigen keine angemessene Wirksamkeit, ihre Unbedenklichkeit ist nicht erwiesen, vor allem nicht auf lange Sicht,
  • Zertifikate als Grundlage für 3G-2G- und ähnliche Regelungen sind aus der Sicht der öffentlichen Gesundheit nutzlos und dazu noch gezielt diskriminierend,
  • Testungen von Kindern sind im Allgemeinen unnötig,
  • die Corona-“Impfung“ stellt für Kinder ein sinnloses Risiko dar,
  • die übereilte Massenbehandlung mit Antibiotika und Corticosteroiden ist sinnlos und schädlich.

Absurditäten

Ansonsten verweist Dr. Mangyrov bei seinen Stellungnahmen auf seine Forderung, anerkannte immunologische Grundlagen zur Kenntnis zu nehmen, wie z.B. die Existenz und langjährige Wirksamkeit von Gedächtniszellen. Er bezeichnet es als Absurdität, Genesene ohne Zertifikat mit Zwangstestungen zu schikanieren. Im Übrigen halte er niemanden von einer Impfung ab, plädiere als Voraussetzung hierfür aber ausdrücklich für eine informierte Zustimmung, die diesen Namen auch verdient.

Dass es auch in Bulgarien oft um alles andere als um eine angemessene medizinische Aufklärung geht, illustriert Dr. Mangyrov am Beispiel des Schwarzmeer-Ferienressorts Albena: Dort würden jedem Angestellten, der sich impfen ließe, 500 Leva (ca. 250 Euro) versprochen.

Der Spezialist für Infektionskrankheiten betont weiterhin, daß er jeden Tag Covid-Patienten behandele: „Das ist mein Beruf. Und es macht mir Freude, Menschen zu behandeln!“

Im Übrigen ist auch in diesem Fall dem gängigen Klischee vom “Impf-Gegner” gleich entgegenzutreten: Dr. Mangyrov hat prinzipiell rein gar nichts gegen Impfungen, hat diese auch seit Jahrzehnten regelmäßig durchgeführt und sich vor Jahren sogar explizit für die verstärkte Masern-Impfung eingesetzt.

Selbst der nicht gerade für seine Meinungsstärke bekannte bulgarische Präsident Rumen Radew bemerkte neulich zu diesem Fall: „Wenn die BMA-Ethikkommission beginnt, bulgarische Ärzte wegen öffentlicher Meinungsäußerung zu verfolgen, sollte diese Organisation geschlossen oder ihre Führung ausgetauscht werden.“

Den offensichtlichen Versuch, ihm den Mund zu verbieten, kommentiert der bekannte Infektiologe mit dem Hinweis auf sein gutes Recht, seine berufliche Meinung als Ausdruck innerer Überzeugung zu verbreiten.

Dies können wir nur mit aller Entschiedenheit unterstützen!


The octopus continues to spread:

Smear campaign against famous Bulgarian doctor and Corona vaccine critic

Social climate

Bulgaria is considered to be one of the countries where – despite all efforts – the well-known protagonists of the new world order (including the EU) have only succeeded rudimentarily so far in promoting their narrative of the necessity of a Corona „vaccination“ for all into the minds of the people. Independently of the official laws and regulations, the alleged game-changer is met with a healthy skepticism by the majority of Bulgarians – as well as there is much scepticism about the media proclaimers of salvation and scaremongers.

At the same time, named as an example the talk shows and „expert panels“ shown on television, at least one respect is very reminiscent of the image that the media have given us since the beginning of the Corona crisis in Germany, specifically in the complete one-sidedness of the selection of supposed „opponents“, all of them believers in the Corona-Cult and strict vaccination advocates. At least there are e.g. in the news programs quite occasionally balanced reports, in which also vaccination critics have their say without being framed – an approach that with us in Germany meanwhile is almost unimaginable. Relatively extensively you could watch on TV for example the large demonstration of 12.01.2022 in front of Parliament in Sofia. But the sky of the diversity of opinion is darkening more and more by shady clouds. Thus now in Bulgaria the self-proclaimed „fact-checkers“ have entered this country as well, together with their well-known elitist- and, above all, pharmaceutical-minded attitude and the corresponding consciousness of missionary zealots. Behind the web page factcheck.bg there is an ominous „Association of European Journalists in Bulgaria“.

So much for the introductory words…

Accusation against critical doctor

 In order to illustrate the direction in which the political and social climate in Bulgaria is going tob e pushed, we start this report on the discrediting campaign against a doctor, who is probably one of the best known voices of the Corona opposition in Bulgaria. He is head of the COVID ward at the Hospital for Infectious Diseases in Sofia, lecturer Dr. Atanas Mangyrov, specialist in Pediatrics and Infectiology.

I won’t miss mentioning that I met him personally during my recent trip to Bulgaria, as a patient: I found him to be very approachable, competent and helpful.

In the meantime, it has come to my attention that the Bulgarian Medical Association (BMA) in December 2021 initiated an investigation about him in because of alleged lies and data manipulation. These massive accusations were made by responsible persons at the Hospital for Infectious Diseases in Sofia (Hospital Director: Tatyana Chervenyakova) and the Tokuda Hospital, also located in Sofia. The complainant in this case is Dr. Petar Petrov (specialty: Biochemistry), who has been very agile in this issue since the beginning of November; At the same time Petrov seems to play the agitator in this matter – demanding the Central Ethics Committee to impose the maximum penalty against his colleague: This corresponds to the payment of five monthly salary, and in addition even the exclusion from medical practicing for several months is possible.

The campaign

This threat of punishment is accompanied by a public smear campaign. Thereby the original accusations in the media are mixed with completely different, unverifiable accusations; for example, a number of anonymously communicated cases of dissatisfied or allegedly inadequately treated patients are brought into play. In addition „confrontation“ with case or death numbers blindly accepted is used propagandistically, suggesting immense danger oft he plague – this manipulation technique we in Germany can tell you a thing or two about.

 The experienced specialist is accused of having acted unmedically and of having endangered public health – so he would have failed in his duty to maintain public hygiene and to promote a healthy lifestyle; also he would have violated the honor and dignity of the medical profession by not acting in the interest of the patients‘ health and life.

In addition to Facebook and Factcheck, common media outlets are involved in the smear campaign, such as vesti.bg. Originally, the controversy reached the public through a dispute on Facebook between Dr. Mangyrov and the two clinics mentioned above. The issue was whether there had been deaths of Corona vaccinees in one of the above-mentioned hospitals, as Mangyrow claims, or not. His opponents denied this vehemently.

Dr. Mangyrov’s positions

The real reason for the accusation against the specialist, however, is likely to be found in his fundamental attitude towards the Corona policy. It should be mentioned in this context that this is by no means the first time that Dr. Mangyrov has clashed with the BMA. That fact he himself reminded in an interview he gave to the television station „7/8“.

Mangyrov’s positions, on the basis of which Petrov decided to denounce him in November, can be described with the following key points:

  • The so-called vaccinations do not show adequate efficacy, their safety has not been proven, especially in the long term
  • Certificates as a basis for green certificates and similar regulations are useless from a public health point of view, and moreover they are purposefully discriminatory
  • testing of children for Corona generally is unnecessary,
  • Corona „vaccination“ is a pointless risk for children,
  • the hasty mass treatment with antibiotics and corticosteroids is pointless and harmful.

Absurdities

Otherwise, Dr Mangyrov’s comments refer to his demand to take note of recognised immunological principles, such as the existence and long-standing effectiveness of memory cells. He calls it an absurdity to harass convalescents without certificate with compulsory tests. Apart from that, he does not prevent anyone from being „vaccinated“, but he explicitly pleads for an informed consent worthy of the name as a prerequisite for this.

Dr. Mangyrov illustrates that in Bulgaria, too, it is often about anything but adequate medical information, using the example of the Black Sea holiday resort of Albena: there, every employee who gets vaccinated is promised 500 leva (about 250 euros).

The specialist for infectious diseases continues to emphasize that he treats Covid patients every day: „This is my profession. And it gives me pleasure to treat people!“

By the way, the common cliché of the „vaccination opponent“ must be countered right away in this case, too: In principle, Dr. Mangyrov is not against vaccinations at all, has regularly carried them out for decades and even explicitly advocated increased measles vaccination years ago.

Even the Bulgarian President Rumen Radew, who is not exactly known for his strength of opinion, recently remarked on this case: „If the BMA Ethics Commission starts to persecute Bulgarian doctors for expressing public opinion, this organisation should be closed or its leadership replaced.“

The well-known infectiologist comments on the obvious attempt to ban him from speaking by pointing out that he has every right to spread his professional opinion as an expression of inner conviction.

We can only support this resolutely!

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