Fake News ZDF Langzeit-Nebenwirkungen

Falschinformationen zur Impfstoffsicherheit im ZDF

Mit Zitaten von vermeintlichen „Experten“ verbreitet das ZDF Falschinformationen über die Sicherheit der neuartigen Gen-basierten Impfstoffe gegen SARS-CoV-2. Unter anderem wird der Eindruck erweckt, die Angst vor Langzeit-Nebenwirkungen sei unbegründet.

„Langzeit-Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, sind bei Impfstoffen generell nicht bekannt„, erklärt Susanne Stöcker, Pressesprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts im Gespräch mit ZDFheute. „Die meisten Nebenwirkungen von Impfungen treten innerhalb weniger Stunden oder Tage auf. In seltenen Fällen auch mal nach Wochen.“

Fake-News im ZDF von Oliver Klein, Katja Belousova in Zusammenarbeit mit Dr. Susanne Stöcker

Langzeit-Nebenwirkungen generell bekannt …

Beim ZDF kann sich offensichtlich niemand mehr an den Schweinegrippe-Skandal erinnern. Die hervorragende arte-Dokumentation „Profiteure der Angst“ ist in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken leider nicht mehr verfügbar (auf YouTube werden manchmal noch Kopien hochgeladen, z.B. hier). Ein Artikel im Ärzteblatt hingegen ist noch nicht im Orwellschen Gedächtnis-Loch verschwunden. Hätten Herr Klein und Frau Belousova vom ZDF recherchiert, dann hätten sie dort Einiges über den Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix und Narkolepsie nachlesen können.

… nur nicht beim ZDF

Die „Experten“-Behauptung im ZDF wird durch den Artikel im Ärzteblatt direkt widerlegt.

Damit es zur Erkrankung kommt, muss allerdings noch ein zweites Ereignis eintreten. Die Blut-Hirn-Schranke ist nämlich normalerweise undurchlässig für Antikörper. Eine weitere Erkrankung, eine schwere Entzündung oder eine Infektion könnte laut Steinman jedoch die Blut-Hirn-Schranke für kurze Zeit öffnen. Dieses Ereignis müsste nicht mit der Impfung zusammenfallen, da die Antikörper ja lebenslang im Blut vorhanden sind. Dies würde erklären, warum Geimpfte auch Jahre nach der Impfung noch an einer Narkolepsie erkranken können.

Ärzteblatt vom 02.07.2015: „Grippeimpfung: Wie Pandemrix eine Narkolepsie auslöst“

Einbau ins Erbgut:
geringe Wahrscheinlichkeit, aber kein „Quatsch“

Um Befürchtungen zu entkräften, die Gensequenzen der Impfstoff-mRNA könnten ins Ergbut von Körperzellen und vielleicht sogar von Geschlechtszellen gelangen, lehnen sich die Propagandisten vom ZDF weit aus dem Fenster und fallen dabei hinunter. Sie lassen eine weitere „Expertin“ behaupten, diese Befürchtung sei „wirklich völliger Quatsch“.

FDA beschäftigt sich mit „Quatsch“?

Quatsch? Bei der Anhörung der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA für den Pfizer/Biontech Impfstoff stellte der Virologe und Epidemiologe Patrick S. Moore eine Frage zu genau diesem „Quatsch“.

Do we know anything about whether the modified RNAs undergo salvage – could be reincorporated into DNA, or if cellular reverse transcriptase could possibly amplify them or turn them into DNA?

Frage von Patrick S. Moore bei FDA-Anhörung zum Pfizer/Biontech Impfstoff

Im Gegensatz zur ZDF-„Expertin“ Melanie Brinkmann hat Kathrin Jansen (Pfizer) die Frage des mit mehreren Preisen ausgezeichneten Forschers nicht als „Quatsch“ abgetan. Weil die Frage eben kein offensichtlicher Unfug ist, hat sie die Frage sogar zur Beantwortung an ihren Fachkollegen Phil Dormitzer (Chief Scientific Officer von Pfizer) abgegeben. Seine Antwort:

We do not have data on recycling of the modified nucleosides. Although it is theoretically possible for reverse transcriptase to act on RNA, we think, that the probability is actually quite low that this would occur.

Antwort von Phil Dormitzer (Pfizer) auf Frage nach der Umwandlung der Impfstoff mRNA in DNA.

Es ist also theoretisch möglich, dass die mRNA aus den Impfstoffen in DNA umgeschrieben wird. Pfizer schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, jedoch als gering ein. Daten haben sie dafür allerdings nicht.

Wie mRNA zu DNA wird

Als weiteren Quell der Wahrheit zitiert der Staatsfunk … den Staat.

Bei mRNA handelt es sich um ein Botenmolekül, das nicht in die DNA einer Zelle eingebaut werden kann und relativ schnell vom Körper abgebaut wird.

ZDF zitiert das Bundesgesundheitsministerium

Diese Aussage ist schlicht FALSCH! Es sind sogar mehrere Möglichkeiten bekannt, wie RNA in DNA umgeschrieben werden kann.

Reverse Transkriptase

Sogenannte Retroviren (z.B. HIV) besitzen ein Enzym namens reverse Transkriptase. Während eine Transkriptase das „Ablesen“ der DNA ermöglicht, wobei die genetische Information auf mRNA Moleküle übertragen wird, katalysiert eine reverse Transkriptase den umgekehrten Weg. Die Information von mRNA-Molekülen wird auf neu synthetisierte DNA übertragen, die auch in den Zellkern gelangen kann. Wenn also gerade eine Zelle mit einem Retrovirus infiziert ist, so könnte die mRNA des Impfstoffes im Zellplasma auf reverse Transkriptase Moleküle treffen und damit in DNA übersetz werden. Ein solches Ereignis mag sehr selten sein – es ist aber definitiv nicht unmöglich, und erst recht kein „Quatsch“. Völlig unnötiger Quatsch ist es hingegen, diese Möglichkeiten zu leugnen, wie es die ZDF-Autoren hier tun.

Retrotransposons

Retrotransposons sind ein weiterer Weg, auf dem die RNA-Information auf DNA-Moleküle umgeschrieben werden kann.

One important mechanism to create these lineage- or species-specific genes is RNA-based duplication or retroposition, in which an mRNA template is reverse transcribed by retrotransposons and subsequently reinserted into the genome as a functional retrocopy or retrogene.

Zhu et al. 2016

Eine jetzt in PNAS erschienene Arbeit von Zhang et al. 2021 hat gezeigt, dass Sequenzen von SARS-CoV-2 in das Genom einer Wirts-Zelle eingebaut werden können. Dies kann in manchen Fällen die Ursache sein, dass Menschen lange nach einer überstandenen SARS-CoV-2-Infektion noch PCR-positiv getestet werden.

In this study, we show that SARS-CoV-2 sequences can integrate into the host cell genome by a LINE1-mediated retroposition mechanism. We provide evidence that the integrated viral sequences can be transcribed and that, in some patient samples, the majority of viral transcripts appear to be derived from integrated viral sequences.

Zhang et al. (2021)

Ob der gleiche Mechanismus auch mit mRNA-Molekülen aus den Impfstoffen ablaufen kann, wurde in der Studie nicht untersucht. Die naheliegende Hypothese lautet: Ja – auch das könnte passieren. Und das ist kein „Quatsch“.

3 Kommentare

  1. Die Gier und Skrupellosigkeit (und offenbar leider auch die Macht) der Pharma-Industrie kennt keine Grenzen. Tausende von Contergan-Opfern können ein Lied davon singen. Warum sollte sich das bei Impfstoffen anders verhalten???
    In Ergänzung will ich da auch nur den Fall der diversen Impfstoffe gegen Anthrax erwähnen, der Tausende und Abertausende Geschädigter zurückgelassen hat. Auch über die Langzeitfolgen wie Autismus nach Mehrfach-Impfung im Rahmen der Masern-Prophylaxe wäre einiges zu sagen, ebenso über entsprechende Vertuschungs-Aktionen.
    Dabei kann man ohnehin in Frage stellen, ob es sich bei den neuen gentherapeutischen Substanzen überhaupt um Impfstoffe im ursprünglichen Sinne handelt – aber das nur nebenbei.
    So oder so – die Pharma-Riesen sind fein raus, sind ja Regress-Ansprüche von Impf-Opfern praktisch ausgeschlossen. Die wissen schon, warum sie solche Vereinbarungen mit den Regierungen abschließen…
    Wobei die armen Menschen, die z.B. in Deutschland unter Narkolepsie als Folge der Schweinegrippen-Impfung zu leiden haben, ebenfalls grundsätzlich erst mal nicht als Geschädigte anerkannt werden (anders als in Schweden).

  2. Ein kleiner Hinweis: Die Nebenwirkungen der Schweinegrippeimpfung traten wenige Tage bis max. 6 Wochen nach der Impfung auf, diagnostiziert und gemeldet wurden diese aber teils erst Monate/Jahre später, da lange kein Zusammenhang erkannt wurde.
    Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Nebenwirkungen erst deutlich später auftraten. Das ist jedoch leider falsch.
    (U.a. nachzulesen im wissenschaftlichen Fachmagazin PlosOne).
    MfG

    1. Vielen Dank für den Hinweis. Haben Sie den genauen Link zu dem PlosOne-Artikel? Dem zitierten Artikel im Ärzteblatt ist allerdings eine Erklärung zu entnehmen, warum Nebenwirkungen auch Jahre nach der Impfung auftreten können: eine spätere andere Erkrankung kann die Blut-Hirn-Schranke für kurze Zeit öffnen, so dass die im Körper befindlichen Antikörper ins Hirn gelangen können und sich dort gegen körpereigene Strukturen richten können.

      https://archive.is/rj8sR#selection-2055.423-2055.530

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