Danke #allesdichtmachen

DANKE #allesdichtmachen

Eine Gruppe von 18 Ärzten sagt „DANKE #allesdichtmachen“. Sie haben auf YouTube kurze Video-Botschaften veröffentlicht, in denen sie sich für die Aktion #allesdichtmachen von Schauspielerinnen und Schauspielern bedanken. In den ursprünglich 53 Videoclips hatten die Protagonisten mit Ironie, Satire und Sarkasmus die aktuelle Lage des Diskurses um die Corona-Maßnahmen aufs Korn genommen. Das Timing war passend, denn kurz zuvor hatte der Deutsche Bundestag Ausgangs- und Kontaktverbote per Inzidenz-Automatismus im Infektionsschutzgesetz verankert.

18 Ärzte sagen: "DANKE #allesdichtmachen"

Reaktionen auf #allesdichtmachen haben vieles von dem bestätigt, was in den satirischen Beiträgen kritisiert worden ist. Markus Gläser hatte z.B. das Thema der „richtigen Haltung“ und des „in die rechte Ecke“ gestellt werdens vorweggenommen. Jens Wawrczeck wollte keinen „Beifall von der falschen Seite“. Seine „Lösung“ für das Problem: „Das Theater muss ganz leer sein, dann kommt kein Beifall von der falschen Seite, und dann fühle ich mich sicher.“ Diese sarkastische Zuspitzung offenbart auch, worauf das hier kritisierte Totschlagargument abzielt: auf die Verhinderung des Diskurses. Argumente und Themen werden zum Tabu erklärt, weil „die falschen Leute“ auch darüber reden.

Google zensiert den YouTube Suchalgorithmus

Da es den Betreibern der staatlich und privat organisierten Propagandamaschine jedoch immer weniger gelingt, kritische Stimmen durch Überflutung der Öffentlichkeit mit Regierungs-Wahrheit unsichtbar zu machen, hat Google jetzt zu drastischeren Maßnahmen gegriffen. Sie haben mal eben den YouTube-Suchalgorithmus so manipuliert, dass die Videos aus dem Kanal #allesdichtmachen noch nicht mal mehr in der Suche auftauchen, wenn man „allesdichtmachen“ sucht.

YouTube Suchergebnis am 25.04.2021 zu „allesdichtmachen“

Stattdessen finden sich in den Top-Treffen Videos über die Aktion. Ganz oben ein Beitrag von „Stern“, in dem Jan Böhmermanns Hashtag „#allenichtganzdicht“ breitgetreten wird. Die Resonanz (Stand 25.04.2021): 311.271 Aufrufe, 3252 mal der Daumen nach oben, 10.118 mal Daumen runter. Das Video von Jan Josef Liefers hingegen taucht in den Suchergebnissen gar nicht mehr auf, obwohl es mehr als 1.3 Millionen mal gesehen wurde und mit 56.332 zu 6.772 erheblich mehr Zustimmung als Ablehnung erfahren hat.

Erster Such-Treffer: „stern“-Beitrag mit Kritik an der #allesdichtmachen Aktion.
Nicht im Suchergebnis: Beitrag von Jan Josef Liefers, der über 1,3 Millionen mal gesehen wurde.

Auch der Sicherheitsberater „Die Möhre“ hat sich zu dem „Vorfall“ geäußert. Er verglich den Skandal, dass mitten in der Pandemie Schauspieler filme drehen mit Verbrechen aus dem Jahr 2020. Damals spielten Kinder auf einem Spielplatz.

Sicherheitsberater „Die Möhre“ äußert sich zu #allesdichtmachen.

Ein Kommentar

  1. Danke an Jan Josef Liefers und seine Schauspielerkollegen. Schade, dass Herr Böhmermann nicht die Weitsicht hat, um den Ernst der Lage zu erkennen! Wenn erst alle Grundrechte durch Corona-Maßnahmen beseitigt sind, wird auch er nicht mehr auf Sendung gehen. Dann werde ich mit dieser Person kein Mitleid haben.
    Die Initiatoren von #allesdichtmachen bitte ich weiter zu machen, damit nicht alle dummen Schafe zur Schlachtbank laufen.
    Danke, dass es Euch gibt, Menschen mit Verstand und Weitsicht.

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